Wasseraufbereitung

Zu der Geburt meiner Tochter wurde mir der pureblue Mini Umkehrosmose Filter geschenkt. Diesen Umkehrosmosefilter kann man ganz einfach zu Hause an den Wasserhahn anschließen und so sein Leitungswasser filtern bzw. aufbereiten. (http://www.wasserladenkoeln.de/online-shop/umkehrosmose/wapura/#cc-m-product-8699073494) Dabei handelt es sich um einen Wasserfilter, der das Wasser durch eine Kombination aus verschiedenen Filtern führt und somit von Stoffen wie Blei (aus Leitungsrohren), Kalk, Nitrat, Fluoride, Phosphate (d.h. auch Pestizid- und Medikamentenrückständen!) und Hormone befreit. Die Filteranlage filtert sogar Weichmacher(z.B. Bisphenol A) und Radioaktive Stoffe heraus! Das Filersystem besteht aus zwei Vorfiltern einem Sedimentfilter und einem Aktivkohlefilter, danach wird es durch den Hauptfilter gepresst eine sehr feine, semipermeable Membran mit so kleinen Poren, dass nur Wassermoleküle und einige Mineralien durch sie gelangen. Am Schluß läuft das Wasser durch einen Aktivkohlenachfilter mit EM Keramik, der sogar gasförmige Stoffe wie z.B. Chlor herausnimmt.

Zwar gilt das Leitungswasser in Deutschland als das am stärkste kontrollierte Lebensmittel allerdings bezieht die Trinkwasserverordnung nur 55 Grenzwerte für mikrobiologische, chemische Parameter sowie Indikatorparmeter mit in die Qualitätsanforderungen ein, während die WHO ungefähr 250 dieser Parameter dafür empfiehlt. Vor allem im Bereich der Pestizide listet die WHO verschiedene einzelne chemische Stoffe auf indes die EU viele Stoffe unter dem Sammelbegriff ‚Pestizide’ zusammenfasst. (http://www.who.int/water_sanitation_health/dwq/en/)

Ein anderes Problem stellen die Rohre dar, mit denen das Wasser vom Wasserwerk bis zum Endverbraucher transportiert wird. Teilweise legt das Wasser kilometerweite Wege zurück und die Rohre sind nicht immer die modernsten. Vor allem alte Blei- und neue Kupfer­rohre können das Wasser verunreinigen. Auch in Altbauwohnungen ist das oft ein Problem. Mittlerweile sind Hausbesitzer jedoch dazu verpflichtet, sich um die Sanierung der Wasserrohre zu kümmern.

Heutzutage ist die Verunreinigung des Trinkwassers durch Medikamentenrückstände ein immer wichtigerer Aspekt für viele Menschen. Und in der Tat … Eine Studie (Öko Test, September 2014), die Trinkwasserproben aus 69 deutschen Städten auf Gadolinium untersuchte wurde auch tatsächlich fündig. Bei diesem Stoff handelt es sich um ein Kontrastmittelzusatz, der für Untersuchungen im Kernspintomographen verwendet wird. Weiter hieß es in diesem Artikel, dass das Umweltbundesamt (UBA) 2011 sowohl in Trinkwasserproben als auch im Grundwasser positive Testergebnisse erlangte, d.h. also Schmerzmittel, Röntgenkontrastmittel und andere Arzneimittel gefunden wurden. Laut diesem Artikel werden solche Befunde in der Zukunft wohl eher noch zunehmen als zurückgehen.

Die Werte dieser Ergebnisse sind wohl noch nicht wirklich gesundheitsschädigend, aber zeigen einfach, dass unser Trinkwassersystem auf der Erde schon so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass in Zukunft strengere Kontrollen notwendig sein werden.

Nun gut, da denken sich nun sicher viele: Ich trinke ja eh Wasser aus Flaschen, daher betrifft mich diese Thematik nicht. Vergleicht man allerdings die Qualität von Leitungswasser und Mineralwasser, sieht man, dass Leitungswasser oft noch besser abschneidet als Mineralwasser. Im Flaschenwasser wurden schon genauso Abbauprodukte von Pestiziden gefunden und laut Stiftung Warentest findet man in Mineralwasser aus PET Flaschen in einem Drittel der Proben ein hohes Maß an Acetaldehyd. Diese Chemikalie, die durch den Kunststoff der Flasche in das Wasser abgegeben wird, ist nicht nur bei geringer Konzentration schon zu schmecken sondern steht auch im Verdacht krebserregend zu wirken und ist in hoher Konzentration hochentzündlich, reizt die Augen und die Atmungsorgane. Martin Wagner, Toxikologe der Frankfurter Universität der sich mit Chemikalien im Mineralwasser beschäftigt erklärt im Interview mit dem Spiegel, dass auch hormonähnlich wirkende Stoffe in vielen Sorten gefunden wurden. Diese Stoffe kommen zum großen Teil aus dem Plastik der Verpackung. Die Wissenschaftler führten einen Versuch durch in dem Schnecken in Glasflaschen und Plastikflaschen gehalten wurden und die Schnecken in den PET Flaschen hatten eine doppelt so hohe Reproduktionsrate wie die Schnecken aus den Glasflaschen. Allerdings möchte das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) diese Ergebnisse nicht wirklich als relevant anerkennen.

Ein weiterer und für mich persönlich ein extrem wichtiger Grund, gefiltertes Wasser zu trinken ist natürlich die Müllvermeidung. Laut Utopia, dem führenden Portal in Sachen Nachhaltigkeit, verursacht Flaschenwasser bis zu 1.000 mal mehr Umweltverschmutzung als Leitungswasser. Zudem hat die Produktion von Plastikflaschen verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und es werden nicht nur wichtige Ressourcen wie Erdöl verschwendet, sondern durch die weiten Transportwegen des Mineralwasser auch extrem viel Energie. Von dem CO2 Footprint ganz zu schweigen. Laut einem Bericht auf Arte (http://www.arte.tv/sites/de/derblogger/2011/12/03/weg-mit-dir-flasche/ )kaufen wir jährlich über 89 Milliarden Liter Wasser in Plastikflaschen weltweit. Überlegt man mal, wie viel Kunststoffmüll gespart werden könnte durch das Trinken von Leitungswasser….. ganz abgesehen von Ressourcen, Energie und CO2!!

So, der letzte Punkt betrifft unsere Geldbeutel. Wasser in Flaschen ist ein riesiger Marketing Gag, da es viiieeeel teurer ist. Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland 0,2 Cent….. so, das kann sich ja nun jeder mal selber ausrechnen. Also warum teures und ungesünderes Wasser weit schleppen, wenn das Gute so nah liegt? Einfach mal drüber nachdenken….. jeden Tag ein bisschen Meer!

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