Die Oberfläche unseres Planeten Erde wird zu 78 Prozent von Meeren bedeckt, davon sind mehr als 90 Prozent Tiefsee, der größte Lebensraum, das größte Ökosystem der Erde. Marine Biodiversität und ihre Erforschung sind für unser Leben auf der Erde unabdingbar. Dennoch sind unsere Kenntnisse über die marinen Organismen sehr gering und beschränken sich weitgehend auf küstennahe Ökosysteme oder tropische Korallenriffe.

Einst die Quelle jeden Lebens werden die Ozeane nun immer mehr als weltweite Müllhalde genutzt. Die Situation der Weltmeere hat sich in den letzten Jahren dramatisch gewandelt. Während der Malaspina Expedition 2010 wurden auf 88 Prozent der Meeresoberfläche Plastikpartikel gefunden. Selbst mitten im Pazifik haben Forscher 18.000 schwimmende Plastikteile pro Quadratkilometer gefunden. Weltweit werden mehr als 250 Millionen Tonnen Kunststoff pro Jahr produziert, groben Schätzungen der Wissenschaftler zufolge landen davon über 10% in den Ozeanen. Forscher der Universität Kiel haben festgestellt, dass von 600 an den Nordseeküsten angeschwemmten toten Seevögeln fast alle unverdauliche Abfälle im Magen hatten – im Schnitt 44 Teile pro Tier. 100.000 Vögel und Meerestiere sterben jährlich in Folge des zunehmenden Plastikmülls in den Weltmeeren, schätzen Biologen. Winzige, Mikroplastik genannte Partikel sind mittlerweile fester Bestandteil von Meerwasser in allen Teilen der Erde. 250 Millionen Kunststoffpartikel mit einem durchschnittlichen Gewicht von nur 1,8 Milligramm schwimmen im Mittelmeer, wird von der französischen Umweltschutzorganisation Mediterranée en danger vermutet. Dennoch findet die Verschmutzung der Meere nicht nur am, auf oder im Meer statt, sondern vor allem weitab der Meere in unseren Supermärkten, Köpfen und auf den Tellern statt. Der Schutz der Meere beginnt an Land. Bei uns Menschen.

Mit meinem Blog SeaAndTheCity möchte ich genau hier, mitten in unserer urbanen Gesellschaft etwas Aufklärungsarbeit leisten. Ich möchte die Umweltproblematiken in unsere Köpfe integrieren und Anstöße für Veränderungen geben. Die meisten Menschen sind wohl entsetzt darüber, wie es mit unseren Meeren aussieht, wenn sie morgens einen Artikel in der Zeitung lesen oder abends einen Bericht im Fernsehen sehen. Leider sind das oft nur die kurzen Momente und wenn wir wieder in unserem Alltagssog sind, ist es schon wieder vergessen. Im allabendlichen Feierabendstress möchte man nicht noch auf Verpackungspolitik achten müssen, da wird schon mal großzügig darüber hinweg gesehen, dass der Tiefkühlfisch keine Siegel auf der Verpackung trägt und die Käsescheiben nochmal einzeln verpackt sind. In der Mittagspause muss es schnell gehen und da ist die Styroporpackung nun mal eine praktische Lösung.

Und genau da, möchte ich ansetzen. Ich bin der Meinung, dass schon kleine Veränderungen im Alltag ein Schritt in die richtige Richtung sind und ich hoffe, dass wenn erst mal diese kleinen Veränderungen stattgefunden haben immer mehr und mehr Leute verstehen, dass es um unsere Welt geht.

 

 

 

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4 Comments on Idee

  1. Finde ich super was du vorhast. Bin gespannt was du vorschlägst und werde dabei sein.
    Jeder kann was tun.
    Mit Kleinigkeiten fängt es an und dann wird etwas Grosses daraus.

  2. Ich finde deinen Blog super. Habe mich von ihm etwas für meine Hausarbeit über das Thema: Müllhalde Meer inspirieren lassen und er hat mir wirklich weitergeholfen (Natürlich habe ich ihn als Quelle aufgeschrieben)

    Vielen Dank und liebe Grüße 🙂

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