Monat: Juli 2015

Aktive Mitwirkung von Urlaubern – Gummitiere vermehren sich erfolgreich im Meer

Bald ist es wieder soweit – die Zeit der Sommerferien beginnt! Im Minutentakt landen komplett ausgelastete Flieger auf den völlig überlaufenen Flughäfen diverser Urlaubsinseln wie Mallorca, Ibiza und vielen anderen, die sich gerade bei uns Deutschen aber auch anderen Nordeuropäern großer Beliebtheit erfreuen. Ladungen voller urlaubsreifer Touristen, in freudiger Erwartung auf ihren heißersehnten Jahresurlaub, Mama gestresst vom Schulnotenmarathon vor den Ferien, Papa kurz vorm Burnout durch den Bürostress und die Kinder plärren ich will, ich kann nicht mehr, wann sind wir da… Mit Kind und Kegel wird das Gepäck in den viel zu kleinen Mietwagen – Mama flucht, Papa rinnt der Schweiß von der Stirn, alle in Gedanken schon längst auf der Liege am Strand, ein kühles Bier in der Hand.

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Nach sich wie Kaugummi ziehenden Stunden ist das Ziel endlich erreicht und leicht beschwingt und leicht bekleidet macht sich die Familie auf zum Strand. Entlang der Strandpromenade findet man ein Glück Lädchen in denen man alles kaufen kann, was den Strandtag zu einem unvergesslichen Erlebnis macht…..und die quengelnden Kinder bedient. Es ist so einfach – ein Eis und etwas Plastik. Jeder sucht sich was aus dem meeeeeega Angebot aus. Gummikrokodiele, Gummihaie, Gummiboote, Luftmatratze, Eimer, Schaufel, Wasserpistole, Wassermaschinengewehre, Frisbees undundund… Da weiß Klein Jason nun gar nicht, was er nehmen soll. Doch Papa ist großzügig, man macht ja nur einmal im Jahr Urlaub! …. und Klein Jason hat Glück, bis zum Ende der zwei Wochen hat er im Hotel einen wahren Plastikschatz angesammelt. Ball, Schaufel, Knarre, Gummi-Nemo…. alles seins! Nur was passiert mit dem neuen Schatz, wenn der Ulaub sich dem Ende zuneigt und klein Jason wieder nach Hause fliegen muss? Hmmm… Mama hat sich ja auch so viele schicke Strandtücher gekauft, dann die ganzen Souvenirs für Tante Ida und Onkel Heinz…die eigenen vielen Mitbringsel…nein, man muss ja Prioritäten setzen, das Plastikzeugs bleibt hier! … hat ja eh nicht viel gekostet!

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So geht es wohl tausendfach jeden Sommer zu … was bleibt sind Berge von verlassenem Kinderspielzeug an den Stränden und in den Hotels. Da kann sich jeder an zehn Fingern abzählen, was mit den Dingen passiert… ein kleiner Teil landet auf dem Scheiterhaufen der örtlichen Müllentsorgung, und der größte Teil hingegen gesellt sich zu den Fischen und Muscheln im Meer!

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Könnte diese Plastikmenge jeden Sommer nicht eingedämmt werden? Wie soll man denn das schaffen ohne den Kleinen den Spaß am Strand zu verderben, werden sich einige denken.

Ein Ansatz bietet das Cradle to Cradle Projekt, das sich damit beschäftigt biologisch abbaubares Strandspielzeug für Kinder herzustellen.

(https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/1_3_f_cradle_to_cradle_vision_1544.htm)

(http://www.plastverarbeiter.de/49625/cradle-to-cradle-islands-projekt-biologisch-abbaubares-strandspielzeug/).

Man sollte generell darauf achten, welches Plastikspielzeug man kauft. Es gibt mittlerweile schon einige „grüne“ Anbieter. Der erste Schritt ist, sich darüber bewusst zu werden, dass das Spielzeug noch lange weiter existiert, auch wenn man selber schon wieder im grauen Alltag auf der Arbeit sitzt und vom blauen Meer träumt! … jeden Urlaub etwas Meer!

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