DIY Recycling

Dave Hakkens ist ein smarter, niederländische Designer, der, sagt von sich selber, gerne bastelt, gesund isst und Filme dreht. Auf jeden Fall ist er ein Vorreiter innovativer Ideen in Sachen Müllvermeidung. Ein umweltbewusster Allrounder. Unter anderem hat das er Projekt Phonebloks hervorgebracht, das sich mit der Entwicklung eines modularen Smartphones beschäftigt. Ziel ist es, das weltweite Ausmaß an Elektroschrott zu verringern und die Lebensdauer eines Smartphones zu verlängern.
Da ich selber ein neues Projekt starten möchte, um die Plastikrecyclingquote in Köln zu steigern, bin ich letztens auf ein fantastisches Projekt von Dave gestoßen. Precious Plastic ist ein Projekt, in dem eine Maschine entwickelt wurde, mit der jeder zu Hause Plastik recyceln kann. In den Niederlanden haben sich schon einige Menschen daran gemacht, diese Maschine zu bauen und zu nutzen. Auch in Deutschland kommt sie langsam aber sicher an. Sie kann von Künstlern, Kleinunternehmen und Privatpersonen genutzt werden. So kann man direkt seinen eigenen Plastikmüll recyceln…. Tolle Idee!

http://plasticwhale.com/

Vor einiger Zeit bin ich auf ein wirklich tolles Projekt in Amsterdam gestoßen. Unfassbar, aber wahr. Marius Smit hat es geschafft, dass Leute Geld dafür bezahlen um in den Grachten Amsterdams Plastik sammeln zu können. Eine tolle Methode Menschen auf die Problematik des Plastikmülls aufmerksam zu machen, da man die Chance hat zu erleben welch weitgreifende Folgen der Plastikkonsum unserer Wegwerfgesellschaft mittlerweile hat. Das gesammelte Plastik wird dann dazu genutzt die eigenen Boote für die ‚Plastikfischerei’ herzustellen. Bis zu 60% sind sie aus dem gesammelten Plastik hergestellt. Mittlerweile werden daraus sogar Skateboards gemacht. Plastik gibt es ja genug…;) Wer also nach Amsterdam fährt sollte sich unbedingt die Angebote von Plasticwhale anschauen und vielleicht sogar einfach mal mitmachen! Ich werde es auf jeden Fall tun!

A Plastic Ocean – vielleicht einer der wichtigsten Filme des Jahres!

Am 20. Januar 2017 läuft der Film A Plastic Ocean in die Kinos an. Ein Film der Licht ins Dunkle des rasant wachsenden Plastikproblems in den Meeren bringen soll und wird. Ausgangspunkt ist eine 5-jährige Expedition mehrerer Wissenschaftler um das Ausmaß des Plastikmülls in den Ozeanen zu recherchieren. Bis dato galt es zwar als allgemein bekanntes Problem, war bisher jedoch nur durch kleinere Studien punktuell erfasst worden. Die Dimension konnten Experten bis vor kurzem nur erahnen. Mit erschreckenden aber auch faszinierenden Bildern dokumentiert das Team das weltweite Problem. Durch Lösungsansätze in Technologie und Politik wird den Leuten jedoch auch Mut gemacht, dass man dieses Problem noch in den Griff bekommen kann – natürlich nur, wenn ein Umdenken in unserem Hadeln stattfindet. Und das ist wichtiger denn jeh! Denn ohne die Meere wird der Mensch nicht auf der Welt existieren können. Der Wissenschaftler Sir David Attenborough bezeichnet „A Plastic Ocean“ als „einen der wichtigsten Filme unserer Zeit“.

Es weihnachtet sehr….

Gerade jetzt vor Weihnachten werden die Menschen von der Verkaufsindustrie gelockt und verführt. Mit allerlei Pseudo – ‚Must haves‘ wird Ihnen das Geld aus der Tasche gezogen…. Es muss glitzern, leuchten und strahlen…. den Menschen wird suggeriert sich durch allerlei Plastikmüll Gemütlichkeit und Wohlbefinden kaufen zu können. Schaue ich mich um, erscheinen mir die konsumhungrigen Menschenmassen, die sich durch die Shoppingstraßen und über die Weihnachtsmärkte wälzen noch viel verrückter und kranker angesichts des Leids und des Mülls vielerorts auf unserer Erde.Versuchen wir auch in dieser Zeit der Plastik Lobby zu strotzen und holen die Strohsterne raus… Jeden Tag ein bisschen Meer! <3

Ein tolles Projekt…..

https://www.facebook.com/HERrhein.de/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

Ein Freund von mir, Rolf Cronauer ist dabei ein tolles Projekt auf die Beine zu stellen. Gemeinsam planen wir einen AKTIONSTAG MIKROPLASTIK für September nächsten Jahres. Wir haben schon die Zusagen diverser Gemeinden entlang des Rheins, sich an diesem Tag zu beteiligen. Menschenbilder, Menschenketten sollen am Rhein entstehen, demonstrative Plastikmüllsammelaktionen- Regional begleitet von Themen bezogener Kunst und Musik und natürlich einer Schar von Medienvertretern. Dazu möchten wir den Menschen Informationen zu alternativem Konsumverhalten aufzeigen. Zeitgleich sollen in der Achse Bonn-Köln-Düsseldorf Lichtprojektionen das Thema visuell aufgreifen und kreativ dokumentieren werden. Ich freue mich ganz stark! Jeder kann mitmachen!

Aus Flasche wird Rucksack

Hallo! Nach einer Babypause endlich wieder da! Na klar werde ich mir aber nun wieder viel Mühe geben, den Blog neu zu beleben um das Thema Meeresschutz in kleinen Schritten neu anzuregen, weiterzugeben und zu verbreiten! Hier endlich das Interview mit ergobag (jetzt: FOND OF BAGS) Das Interview habe ich bereits im Dezember geführt. Mein wirklich netter und zuvorkommender Gesprächspartner war Micha Damm. Ich habe mich für dieses Interview entschieden, da ich 2010 Ergobag auf der Ökorausch in Köln getroffen habe und ganz fasziniert war von der Idee. Sie entwickelten Kinderrucksäcke aus recycelten PET Flaschen. Zwei Jahre später befand ich mich selber in der Situation einen Rucksack für meine Tochter kaufen zu müssen und stieß wieder auf Ergobag. Nicht nur dass die Rucksäcke genau nach meinem Gusto fabriziert werden, nein, sie waren sogar wirklich schön und unfassbar gut vom ergonomischen Aspekt.

Siri: Ich habe Euch vor Jahren auf der Nachhaltigkeitsmesse in Köln getroffen, da wart ihr noch ein kleines, überschaubares Unternehmen. Nun komme ich heute zu unserem Termin und muss nicht schlecht staunen. Ihr seid stark gewachsen die letzten Jahre und aus dem kleinen Startup, der ergobag GmbH, ist nun ein Mittelständisches Unternehmen mit 7 Brands, die F. O. BAGS GmbH, geworden. Herzlichen Glückwunsch! Ich bin nach wie vor begeistert von der Idee aus den recycelten Flaschen so tolle Rucksäcke herzustellen. Wunderbare Idee!

EB: Recycling aus PET ist nicht neu, damals waren es die Billigklamotten bei KIK, die aus recyceltem Plastik zu günstigem Polyester verarbeitet wurden. Der Unterschied ist: Damals war es ein Abfallprodukt, mittlerweile ist es ein Rohstoff. Daher sind die Preise heute auch deutlich höher als für frisches Polyester, d.h. heute zahlen wir mehr Geld für das recycelte als für das aus Rohöl hergestellte Material. Bedingt durch das alte Spiel von Angebot und Nachfrage.

Siri: Woher kommen die PET-Flaschen aus denen Ihr zum Beispiel Euren ergobag herstellen lasst?

EB: Die Flaschen kommen zu 90% aus dem taiwanesischen Raum. Letztes Jahr war ein Mitarbeiter vor Ort und hat sich die ganze Produktionskette und damit einhergehend alle Produktionsbetriebe genau angeschaut. Nun gibt es für uns hier in Köln Namen und Gesichter unserer Kollegen in den Produktionsstätten und auch Bilder der einzelnen Arbeitsschritte. Das war uns sehr wichtig, da es während der kompletten Produktionskette einige verschiedene Betriebe gibt und wir ein großes Interesse daran haben, unsere Produzenten und deren Mitarbeiter und Arbeitsweisen zu kennen. Hauptanliegen des Besuchs war allerdings, dass wir schauen, wo die Plastikflaschen herkommen. Taiwan ist ein technisch hoch entwickeltes Land mit einem sehr modernen und etablierten und staatlich subventioniertem Pfandsystem und strengen staatlichen Kontrollen, d.h. zum Beispiel Kameraüberwachung in jedem Recyclingbetrieb.

Siri: Erzählt mir doch etwas über die Produktion!

EB: Die Stoffe sind das Herz unserer Rucksäcke. Wir legen, neben der Produktion aus PET-Flaschen auch viel Wert auf ein besonderes Design. Ein wichtiger Faktor neben dem Recycling von PET Flaschen ist für uns, dass keine Chemikalien in dem Material enthalten sind. Das gewährleisten wir durch das bluesign® System („Das bluesign® System garantiert, dass die mit dem Label ausgezeichneten und vertriebenen Produkte in der gesamten Herstellungskette ausschließlich Komponenten enthalten und Prozesse durchlaufen, die für Mensch und Umwelt unbedenklich sind.“ Zitiat der bluesign® Seite). Dadurch wird garantiert, dass zum Beispiel keine der stark giftigen Azofarbstoffe in den Stoffen enthalten sind. Diese können auch ins Grundwasser gelangen indem man sie einfach herauswäscht. Produzenten, die dem bluesign® System angehören, dürfen diese Stoffe von Anfang an nicht in die Ursprungschemie mischen. Man geht sozusagen ganz zurück in die erste Zusammensetzung der Chemikalien.

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Dann kommen die Stoffe nach Vietnam, dort fertigen drei Produzentenfünf unserer Marken. Wir kennen alle Produzenten persönlich und sind mit der Zusammenarbeit seit 4 Jahren sehr zufrieden, kennen Qualität und Zulieferer. Das sind alles auch Firmen, die für große Outdoorhersteller produzieren. So können wir als ‚soziale Trittbrettfahrer‘ unterwegs sein, da die Fair Wear Foundation in diesem Betrieben bereits ihre Standards umsetzen konnte. Dabei handelt es sich um den strengsten sozialen Standard den es gibt. Sie führen ein sehr ausführliches Audit durch. Das besondere daran ist, dass das Audit schon einen Schritt vorher beginnt. Zum Beispiel machen sie über drei Tage hinweg ‚Worker Interviews’ außerhalb des Betriebs. Sie reden mit den Obstverkäufern auf der Straße vor der Fabrik und lassen sich erzählen, wann die Arbeiter kommen, wann sie gehen, fragen nach sozialen Missständen, Bildung von Gewerkschaften und all diese Themen. Sie selbst sagen von sich, dass sie schon 80% über den Betrieb wissen, bevor das Audit überhaupt beginnt. Dann folgt der ‚corrective action plan’ mit dem mit Produzent und Fabrik zusammen eventuelle Verbesserungen besprochen und entwickelt werden. Sehr teuer, aber das momentan beste System. Das ist bei unseren beiden größten Produzenten der Fall. Der dritte Produzent Affenzahn ist ein sehr kleiner Betrieb, mit 40 Näherinnen (bei den anderen: 1000 – 1500). Bei diesem Betrieb handelt es sich um einen Freund des Affenzahn-Entwicklers. Auch er ist sehr darum bemüht, gute Arbeitsbedingungen für seine MitarbeiterInnen zu schaffent. Bei Besuchen bekommt man eine gute Stimmung mit, das Radio läuft und die Leute singen mit, grüßen freundlich und lachen. Von der Arbeitssicherheit und den Löhnen sind wir auf einem sehr guten Niveau. (Anm.: Mittlerweile hat FOND OF BAGS selber 3 Audits nach dem o.g. Standard durchgeführt. Bis Mitte 2019 sollen alle Nähereien auditiert sein.

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EB: Dafür gibt es viele Faktoren, zum einen logistische: Wo findet man hier eine Fabrik mit tausend Näherinnen. Zum anderen ist beispielsweise der ergobag ein sehr komplexes Produkt. Alleine das Rückenpolster besteht aus vielen verschieden Schäumen, die ineinander vernäht werden und in Europa fehlt oft das Knowhow. Dann kommt für alle kleinen Einzelteile (Klettis, Reißverschlüsse, Innenlining etc.) dazu: Das sind alles Zulieferer, die in Vietnam sitzen, da dort seit Jahren alle Outdoormarken angesiedelt sind. Wahrscheinlich würde es hier auch an den Kapazitäten scheitern. Alleine ergobag und satch machen 400 000 Taschen im Jahr aus, die produziert werden müssen. Wir haben die Idee, wir leben in einer globalisierten Welt und wenn der Arbeitsplatz in Asien gut ist, warum soll er dann hier rüber geholt werden. Es schafft ja auch faire und sozial stabile Arbeitsplätze in Asien.

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Siri: Die Transportwege fallen halt an. Cyrill Gutsch hat überlegt Leerfahrten von Frachtern für Plastikmüll zu nutzen, um diesen zu Recyclingfabriken transportieren zu können. Das wäre für euch vielleicht auch interessant.

EB: Leerfahrten gehen wahrscheinlich eher von Europa nach Asien…. und dann beladen wieder zurück, also wäre das schwierig für uns.

EB: Der Transportweg ist der nächste Schritt, da gibt es auch verschiedene Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist das Fliegen – nutzen wir auch, zum Beispiel für Muster die wir anfordern. Davon wollen wir allerdings eher wegkommen. Leider lässt es sich manchmal aus ökonomischer Sicht nicht vermeiden, wir brauchen Vertriebssamples, damit die Vertriebler starten und in den in den Verkauf gehen können. Luftfracht ist in diesem Fall natürlich der schnellste Weg. Das vom ökologischen Aspekt her Gute ist, dass der Luftweg der teuerste Weg ist, was dann natürlich das ökonomische Interesse an Alternativen fördert. 2. Möglichkeit sind Frachter – daher versuchen wir möglichst viel mit dem Schiff hier herüber zu bringen, das dauert ca. vier Wochen kommt dann in Duisburg an und wird mit der Barke, also einem Binnenschiff, bis in die Nähe von Bergheim gebracht. Dort haben wir ein großes Lager, ein weiteres befindet sich in Duisburg selbst. Die dritte Transportmöglichkeit ist die Bahn – das dauert viel länger und ist viel teurer, die Route verläuft von Südchina mit der Transsibirischen Bahn über den Balkan nach Duisburg. Von hier aus wird die Ware dann an die europäischen Länder weiter exportiert. Wir haben auch viele Länder in Asien, die wir beliefern. Mittlerweile sind es 22 Länder. Wir sind also international sehr gut aufgestellt.

Siri: Und ist der Umweltaspekt eines der Hauptverkaufsargumente?

E.B.: Der Punkt Umwelt ist gar nicht das Hauptargument. Er ist eher „die Kirsche auf der Sahne auf dem Erdbeertörtchen“. Ich könnte Dir stundenlang erklären, wie toll unsere Produkte sind, wie sie funktionieren, wie sie aufgebaut sind…. Der Punkt Nachhaltigkeit bei unserer Produktion geht eher in die Kategorie ‚nice to have’. Eltern ist es in erster Linie wichtig, was der Rucksack oder die Tasche kann, wie ergonomisch sie sind und ob es dem Kind gefällt. Wenn man die Google Suchanfragen beobachtet, sieht man, dass Nachhaltigkeit kaum eine Rolle spielt. Wenn wir mit den Händlern sprechen ist der wichtigste Punkt die Ergonomie, der zweitwichtigste Punkt das Aussehen und dann kommt erst die Nachhaltigkeit. Allerdings ist es so, dass es bei der Marke positiv mitschwingt. Die Marke hat ein junges und freundliches Image und da wird ‚grünes Danken und Handeln’ oft einfach erwartet. Es gibt kaum Startups, die keine Nachhaltigkeitsaspekte mit einbeziehen. Anders ist es bei unserer Marke pinqponq, eher eine Lifestyle Marke, dort ist dieses Thema viel relevanter. Die Händler fragen direkt, wie es mit der Produktion aussieht und die Endkunden wollen viel mehr Details wissen als es bei ergobag und satch der Fall ist.

Siri: Was ist denn an den Rucksäcken alles aus recyceltem Material?

E.B.: Alle bedruckten Oberstoffe sind recycelt. Der Innenstoff ist zwar auch aus Polyester, aber nicht aus recyceltem. Bei der Marke Affenzahn sind 50 % recycelt. Da ist der Stoff aus 50% recyceltem und 50% frischem Garn produziert.

Siri: Wie kam die Idee zustande? Sind die Gründer Backpacker mit einem Weltverbesserungstrieb oder haben sie Produktdesign studiert?

 

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E.B.: Nein, gar nicht…. Florian, Sven und Oliver sind eher Gründer, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort warenDie Ergonomie war der Hauptfokus.

Im Bergsport gibt es so tolle Rückensysteme, warum gibt es die nicht für Schulkinder, warum müssen es immer die Kästen sein, die schwer am Rücken hängen. Dann trafen sie auf einen Rucksackdesigner, der schon Erfahrungen von Jack Wolfskin mitbrachte. Das Eine kam zum Anderen – die Idee mit dem PET Recycling war auch von Anfang an dabei, damals war es aber auch einfach der Gedanke: wir sind jung und möchten diesen grünen Aspekt. Die Frage war: wo haben wir den größten Einfluss und das war beim PET-Recycling und dem bluesign® System. Der Fachhandel ist auch eine wichtige Stütze, da das Produkt sehr beratungsintensiv ist und weniger über den Onlinehandel läuft.. Das macht Spaß und ohne unsere Partner im Fachhandel wären wir wahrscheinlich nicht dort, wo wir heute sind.

IMG_0202Herzlichen Dank an Fond of the Bags!! Weiter so…. jeden Tag ein bisschen Meer!

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Weg mit den Papptellern - in Zukunft essen wir beim Grillen von Laubblättern! 🍃 Die ganze Doku über leaf republic ► bavarianmakers.de/steckbrief/leaf-republic/

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Direkt um die Ecke.....!! ... See MoreSee Less

Plastic pollution is quickly transforming our seas into the biggest waste dump in the world. Change the tide: act.gp/PlasticFree

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Greenwashing oder eine tolle Idee?

2014 sah man das musikalische Supertalent Pharell Williams erstmals lässig von den GStar Werbeplakaten auf uns herabschauen. Der blaue Hintergrund und die hippen Zeichnungen von Tintenfischen und Plastikflaschen lassen schnell durchblicken, diesmal geht es nicht um Beats und Rap, sondern diesmal steht das Gesicht des smarten Musikers für den Schutz der Meere. ‚Raw for the Oceans’ heißt die Kampagne. Hier endet das Treibgut Plastik aus den Meeren in einer coolen Kollektion des niederländischen Modelabels GStar. Entstanden ist dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Pharell Williams, den Materialentwicklern der New Yorker Agentur Bionic, von der Williams auch Teilhaber ist und Cyrill Gutsch. Gyrill Gutsch ist Initiator des Ganzen. Nach einem Treffen im Jahre 2012 mit Paul Watson, dem Begründer der bekannten Meereschutzorganisation Sea Sheperd, rief 2013 die Konferenz ‚Parley for the Oceans‘ins Leben. Ein Zusammenschluss aus Entscheidungsträgern und Kreativen, die gemeinsam das Bewusstsein für den Erhalt der Weltmeere in den Focus rücken wollen und an Strategien arbeiten, wie sich Dinge in die Richtung verändern lassen. Auch andere Marken wie zum Beispiel Adidas oder Levi’s mit ihrer ‚Waste Less Kampagne’, in der 20 Prozent gebrauchte und wiederverwertete Inhaltsstoffe verwendet werden, springen auf den grünen Zug auf. ….

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Cyrill Gutsch arbeitet seit Jahren als Markenberater für große Unternehmen wie Adidas International, Siemens Mobile, BMW und viele mehr. Er weiß also sehr gut, dass Firmen und Menschen nur etwas verändern werden, wenn es für sie auch wirtschaftlich rentabel ist. Die Konsumenten müssen also endlich umdenken und nach Produkten verlangen, mit denen man ein rundum gutes Gewissen haben kann. Das kann entstehen, wenn vom Produzent die Transparenz gegeben wird, so dass man Schritt für Schritt die Produktionskette verfolgen kann, ganz ohne vor sich selber die schwarzen Löcher darin entschuldigen zu müssen. Oder wie es Pharell Williams laut dem Tagesspiegel ausdrückt: „Man muss Nachhaltigkeit einfach sexy machen!“

Nun gut, aber was steckt wirklich dahinter. Wie soll das laufen? Und ist es wirklich sexy Plastik zu tragen?

Dieses Garn – bionisches Garn*- ist ein besonders widerstandsfähiges Produkt, das es laut der ‚Zeit’ auch ermöglicht zweitklassiges Billigplastik zu verarbeiten. Im Hinblick auf die immer wachsende Nachfrage nach Baumwolle ein wichtiger Schritt, aber wahrscheinlich leider nicht die Wurzel des Problems. (Stellt sich die Frage, warum immer mehr Billig-Modeketten eröffnen und den jungen Leuten suggerieren: Wirklich hipp ist, wer sich einmal die Woche neu einkleidet! Da greift die ‚Geiz ist Geil Generation’ bei Primark &Co. doch mal beherzt zu…. Quantität statt Qualität.)

Das Plastik wird geschreddert und zu feinen Fasern verarbeitet, die mit einem Naturprodukt wie Baumwolle oder Seide zu einem angenehmen Stoff verarbeitet werden. So, dass in der Faser ca. 45% recyceltes Plastik enthalten ist.

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Das Plastik wird durch weltweite Projekte gesammelt und soll über Container Leerfahrten zu den jeweiligen Orten, an denen es weiterverarbeitet werden kann transportiert werden. Bisher gibt diese wohl nur in Amerika, China und Indonesien.

Natürlich gibt es auch hier kritische Stimmen. Laut der ‚Zeit’ sieht die Deutsche Umwelthilfe das Ganze sehr bedenklich. Durch die Wiederverwertung und das Waschen der Kleidung lösen sich Microplastikpartikel, die in den Meeren eh schon großen Schaden anrichten. Die Mikropartikel werden von Kleinstlebewesen aufgenommen und so gelangen sie in die Nahrungskette, wo sie am Ende auch auf unseren Tellern und in unserem Körper landen. In einem Artikel im SWR heißt es, dass die Flaschen aus Europa nach Asien geschifft, dort zu Garn verarbeitet und dann wieder zurückgebracht werden, was natürlich umwelttechnisch nicht rentabel ist. Werden jedoch Leerfahrten von Frachtern genutzt, könnte sich die Ökobilanz verbessern. Vielleicht wird es bald auch für kleinere Unternehmen lukrativ Plastik zu recyceln, so dass die weiten Transportwege ganz wegfallen könnten. Interessant ist natürlich auch, unter welchen umwelttechnischen Standards das Plastik in Asien und den Staaten recycelt wird. Sind die relativ hohen europäischen Standards ein Grund, warum es sich hier noch nicht etabliert hat? Man wird nur durch Erfahrungswerte etwas über die Ökobilanz und die Rentabilität sagen können.

Es gibt auch Stimmen, die sagen, so werde es dem Konsumenten unserer Wegwerfgesellschaft zu einfach gemacht. Da sich das Denken und Handeln eines jeden Einzelnen ändern müsse. Man sollte einfach WENIGER konsumieren und wegkommen von dem Konsumwahn.

Stimmt natürlich. Wäre das schönste Ziel und Ergebnis, aber so etwas wird leider nicht von heute auf morgen in den Köpfen unserer konsumorientierten Gesellschaft passieren. Dafür ist auch viel Aufklärungsarbeit nötig, was wiederum nicht im Interesse eines jeden Unternehmens sein wird. Immerhin profitiert noch die Mehrheit der Lobbyisten von dem maßlosen Konsum. Es wird ein langwieriger Prozess werden, solange nicht gesetzlich viel strengere Regelungen gesetzt werden. Der Kapitalismus unserer ausnahmslos gewinnorientierten Gesellschaft ist auf Konsum angelegt. Natürlich wissen das Gutsch &Co. auch. Solange diese Strukturen von oben her starr am Leben gehalten werden, ist Recycling Kleidung doch ein Versuch, der sich lohnen könnte.

Jeden Tag ein bisschen Meer……

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#Earthtoparis

Ich weiß, es ist zur Zeit weltpolitisch einiges los, dennoch müssen wir Ende November alle nach Paris schauen. Dort findet die 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention und die 11. Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls statt. Dieses Mal geht es darum, dass ein Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll und ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen für alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention vereinbart wird. Wir haben gesehen, dass das Kyoto Protokoll keine Sau gejuckt hat. Nur durch politischen Druck von uns Bürgern können wir es schaffen, dass ein neues globales Klimaabkommen entsteht, an das sich die 195 Mitgliedsstaaten bindend halten müssen. Der CO2 Ausstoß hat alarmierende Werte erreicht!  

AUF GEHT’S!!!

…. und vielen Dank Alex für den tollen Film!!